Das GNU GRUB Manual 2.x Handbuch ist gelistet unter
https://www.gnu.org/software/grub/manual/grub/grub.html

Die Standard Variablen in der PCLinuxOS Installation sind:

<b>GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT</b>
Diese Variable erlaubt es, Bootoptionen ausschließlich den Kernel-Kommandozeile der Standard-Menüeinträge anzuhängen.
Mögliche Werte: Bootoptionen durch Leerzeichen voneinander getrennt. Wenn die gesamte Zeichenkette Leerzeichen enthält, muss sie in in Anführungszeichen eingefasst werden.

<b>GRUB_DISABLE_OS_PROBER</b>
Diese Variable legt fest, ob GRUB bei der Generierung der grub.cfg das Programm os-prober ausführt und damit nach vorhandenen Betriebssystemen auf anderen Partitionen sucht oder nicht.
Mögliche Werte: boolescher Ausdruck true, false oder ab GRUB 2.06 zusätzlich auto
true: Das Programm os-prober wird nicht ausgeführt. Damit werden keine weiteren Betriebssysteme in das GRUB-Menü aufgenommen.
false: Das Programm os-prober wird immer ausgeführt, wenn mittels grub-mkconfig bzw. update-grub eine neue grub.cfg generiert bzw. eine bestehende grub.cfg aktualisiert wird. Diese Option erfordert das Paket os-Prober.

<b>GRUB_DISABLE_RECOVERY</b>
Mit dieser Variablen wird festgelegt, ob bei der Generierung der grub.cfg auch Einträge im GRUB-Menü für Recovery-Kernel erzeugt werden.

<b>GRUB_TERMINAL_OUTPUT</b>
Diese Variable erlaubt das Festlegen des Ausgabegerätes für das GRUB 2 Terminal.
Mögliche Werte: Gültiges Ausgabegerät. Es können mehrere Geräte durch Leerzeichen getrennt eingegeben werden.
Ausgabegerät: Die folgenden Ausgabegeräte können angegeben werden:
console: Das an die nativ auf der Rechnerplattform zur Verfügung stehende Konsole angeschlossene Ausgabegerät.
serial: Die Ausgabe erfolgt über ein an einer seriellen Schnittstelle angeschossenen Gerät.
serial_[port]: Die Ausgabe erfolgt über ein an der explizit für [Port] angegebenen seriellen Schnittstelle angeschlossenen Gerät.
gfxterm: Grafischer Ausgabemodus
vga_text: VGA-Textausgabe
mda_text: MDA-Textausgabe
morse: Morse-Code-Ausgabe über Systemlautsprecher
spkmodem: Ausgabe mit einem einfachen Daten-Protokoll auf den Systemlautsprecher

<b>GRUB_DISABLE_SUBMENU</b>
Mit dieser Variablen kann man festlegen, ob die gefundenen Kernel-Einträge im GRUB-Menü alle auf einer Ebene dargestellt werden sollen oder ob es eine Unterteilung der Darstellung in einen Haupteintrag für den jeweils aktuellen Kernel und einen Untereintrag für die restlichen Kernel geben soll.
Mögliche Werte: boolescher Ausdruck true, false
true: Es werden alle gefunden Kernel direkt im GRUB-Menü angezeigt. Auf eine Unterteilung der Darstellung in Haupteintrag und Unter-Eintrag wird verzichtet.
false oder nicht gesetzt: Im Grub-Menü wird der aktuelle Kernel als Haupteintrag angezeigt. Die restlichen zur Auswahl stehenden Kernel werden in einem eigenen Menü-Punkt Advanced Options for... nochmals zusammen mit dem Standardkernel zusammengefasst und sind erst nach Aktivierung dieses Eintrages sichtbar.

<b>GRUB_DISTRIBUTOR</b>
Ermöglicht es, die Einträge der Distribution individuell bzw. aussagekräftiger zu gestalten. Bei einer Installation im UEFI-Modus bestimmt diese Variable grundsätzlich außerdem die Benennung des Eintrages im NVRAM sowie die Benennung des Ordners auf der EFI-Systempartition.
Mögliche Werte: Beliebige Zeichenkette, die jedoch keine Umlaute, Leer- und Sonderzeichen enthalten darf.

<b>GRUB_GFXMODE</b>
Diese Variable legt die Auflösung des grafischen Terminals für GRUB gfxterm und damit die Auflösung des Bildschirms, der das GRUB-Menü zur Laufzeit darstellt, fest. Bei der Standard-Darstellung des GRUB-Menüs kann man mit dieser Einstellung in erster Linie die Schriftgröße beeinflussen.
Mögliche Werte: BREITExHÖHE[xFARBTIEFE] oder auto
BREITExHÖHE[xFARBTIEFE]: Es wird die angegebene Auflösung für die Darstellung des GRUB-Menü verwendet. Die Auflösung kann nicht beliebig gewählt werden. Es sind nur solche Auflösungen möglich, die von der Grafikkarte mittels VESA BIOS Extensions (VBE) unterstützt werden. [xFARBTIEFE] ist optional und muss nicht angegeben werden.
auto: GRUB versucht die für das System optimale Auflösung automatisch zu ermitteln.
Beispiele:
GRUB_GFXMODE=800x600
GRUB_GFXMODE=640x400x24
GRUB_GFXMODE=auto

<b>GRUB_GFXPAYLOAD_LINUX</b>
Mit dieser Variabel lässt sich bestimmen, mit welcher Auflösung das Laden des Linux-Kernels durchgeführt wird.
Mögliche Werte: BREITExHÖHE[xFARBTIEFE], keep oder text
BREITExHÖHE[xFARBTIEFE]: Es wird/werden die angegebene(n) Auflösung(en) für die Darstellung während des Kernel-Starts verwendet. Die Auflösung kann nicht beliebig gewählt werden. Es sind nur solche Auflösungen möglich, die von der Grafikkarte mittels VESA BIOS Extensions (VBE) unterstützt werden. [xFARBTIEFE] ist optional und muss nicht angegeben werden. Es können mehrere Auflösungen durch Komma oder Semikolon getrennt aufgelistet werden. Diese werden dann der Reihe nach bis zu einer funktionierenden Auflösung durchprobiert.

<b>GRUB_TIMEOUT</b>
Mit dieser Variablen lässt sich eine Zeit in Sekunden festlegen, die verstreichen soll bevor GRUB 2 ohne Benutzerinteraktion mit dem Laden des Standard-Eintrages (siehe GRUB_DEFAULT fortfährt. Dem Benutzer bleibt damit die angegebene Zeit, um auf GRUB 2 Einfluss nehmen zu können.

<b>GRUB_THEME</b>
Mit dieser Variablen lässt sich auf Wunsch ein Design-Thema für das grafische Terminal gfxterm von GRUB aktivieren.

<b>GRUB_DEFAULT</b>
Gibt an, welcher Eintrag im Menü standardmäßig hervorgehoben wird. Dieser Eintrag wird geladen, falls keine andere Auswahl getroffen wird.
Mögliche Werte: Zahl, Menü-Eintrag-ID, Menü-Eintragbeschreibung oder der Spezialwert saved
Zahl: Die Zählung beginnt mit 0. Der dritte Eintrag im Menü würde also durch eine 2 hervorgehoben. Diese Vorgabe ist statisch.

<b>GRUB_SAVEDEFAULT</b>
Ermöglicht dem Anwender zur Laufzeit von GRUB durch Auswahl eines Eintrages im GRUB-Menü mittels ↑ / ↓ und ⏎ den betreffenden Eintrag für künftige GRUB-Läufe als Standardeintrag festzulegen. Dies erfordert jedoch, dass zugleich die Variable GRUB_DEFAULT auf den Wert saved gesetzt ist.
Mögliche Werte: boolescher Ausdruck true, false
true: Das Auswählen eines Menüeintrages im GRUB-Menü durch den Benutzer legt diesen für künftige GRUB-Starts als Standardeintrag fest.
false oder nicht gesetzt: Das Auswählen eines Menü-Eintrages durch den Anwender verändert den von GRUB verwendeten Standard nicht.
